Weshalb eine Kursreihe über Quanten-Zusammenarbeit?

Die zweite Globalisierung

Die Globalisierung verknüpfte verschiedene Regionen und Wahlkreise entweder durch Arbeitskräfte, natürliche Ressourcen oder Finanzmärkte. Daraus ist jetzt eine neue Welt entstanden, die wir politisch, wirtschaftlich und psychologisch wahrnehmen können. Die alte Hierarchie der Ersten, Zweiten und Dritten Welt ist durch ein Spektrum an Parallelwelten ersetzt worden, die ständig neue Beziehungen und Netzwerke bilden. Wir erblicken eine neue Erde, nicht nur was die Verschiebung in den Machtverhältnissen anbelangt, sondern tatsächlich in Form einer ganz neuen Art Macht wahrzunehmen und sich darauf zu beziehen. Dies ist die zweite Globalisierung, ein Prozess, der neue Einstellungen erfordert, die in der Vielfalt eine Bereicherung sehen und uns befähigen, mit vielen verschiedenen, multiplen Interessengruppen in einer hochvernetzten Welt hervorragend zusammenzuarbeiten – einer Welt, in der Organisationen, Gemeinschaften, Regionen und Kulturen ihre Beziehungsmodi beständig verändern und erneuern.

Zusammenarbeit – das neue Spiel

Viele von uns sind immer noch daran gewöhnt, Macht durch die Brille des traditionellen hierarchischen Weltsystems zu betrachten: Ein oder zwei Machthabende legen die Spielbedingungen fest, und diejenigen, die über weniger Macht verfügen, haben keine andere Wahl, als diese Bedingungen zu akzeptieren. Doch durch die globalisierte Welt hat sich die Situation verändert. Die aus der ersten Globalisierung entstandenen regionalen Kräfte haben ein ganz neues Spielfeld erschaffen, auf dem gleich mächtige, jedoch verschiedenartige Partner miteinander interagieren und es viele mögliche Mitspieler gibt. Dieses neue Spiel gewinnt man durch „Zusammenarbeit“. Wer kann bessere und inspirierendere, effektive Wege zur Zusammenarbeit finden? Wer kann effizient leiten, nachhaltig entwickeln und gleichzeitig gute Beziehungen im globalen Dorf aufrechterhalten? Wer kann für sich selbst einstehen und dennoch andere einbeziehen? Und wer kann ernstzunehmende Ergebnisse erreichen, die unser Leben verbessern, und dabei noch einen „Coolness“-Faktor mit hineinbringen, der Freude schafft – eines der Markenzeichen der „zweiten Globalisierung“?

Tiefe Diversität und hochwirksame Zusammenarbeit

Die „zweite Globalisierung“ krempelt das traditionelle Diversitätskonzept radikal um. Wir können uns jetzt nicht mehr einfach nur darauf konzentrieren, Menschen verschiedener kultureller oder religiöser Prägung in den Mainstream einzubinden und die politisch korrekten Formeln zu erlernen, um uns zu einem besseren gegenseitigen „Verständnis“ zu erziehen. Bei Diversität und Einbindung muss es jetzt darum gehen, eine völlig neue Einstellung zu entwickeln, die jede Erfahrung wertschätzt, die auch in Konflikten und Spannungen einen tieferen Sinn erkennt, und die bei der Konzentration auf lokale Ergebnisse die globale Entwicklung im Auge behalten kann wie auch umgekehrt. Zudem hört Zusammenarbeit bei Organisationen und Menschen noch nicht auf. Zusammenarbeit schließt die Erde und die Umwelt mit ein. Deshalb müssen auch die moderne Wissenschaft, die Straßenkultur und die eingeborenen ersten Nationen unserer Länder eine Rolle dabei spielen.

An wen richtet sich Quanten-Zusammenarbeit?

Führungskunst wird inzwischen nicht mehr vorrangig im Zusammenhang mit einer Einzelperson in einer leitenden Position gesehen; sie ist vielmehr eine Fähigkeit, die auf allen Ebenen quer durch sämtliche Schichten einer Organisation zum Tragen kommen soll. Zusammenarbeit ist die neue essentielle Führungsmethode. Sie gestattet eine bewusste Leitung, die aus der in der globalisierten Welt in reichem Maße vorhandenen Vielfalt den maximalen Nutzen zieht. Sie vereinfacht Leistungsverbesserungen auf allen Gebieten, in denen vielfältige Teams zusammenarbeiten und schult schließlich Einzelne und Teams darin, sich mit ihrer persönlichen Eigenart in die Gleichung mit einzubringen und dabei das Wohl der Organisation als Ganzer im Auge zu behalten. An vorderster Front dieser Entwicklung befinden sich Organisationen, Teams und Einzelpersonen, die nach innovativen Wegen suchen, durch Zusammenarbeit geballte Wirkung zu erzielen. Diese Entwicklung vollzieht sich nicht nur bei großen Konzernen. Dieselben Chancen und Möglichkeiten bieten sich auch lokalen Organisationen jeglicher Größenordnung (Firmen, Regierungsorganisationen oder gemeinnützigen Vereinen sowie „grassroots“-Bewegungen). Sie alle gedeihen besser mit Führungsstilen, die auf Zusammenarbeit beruhen. Auf der Organisationsebene sind Forschung und Entwicklung, Produktion, Personalentwicklung, Verkauf und Marketing inzwischen keine isolierten Abteilungen mehr, sondern Beteiligte an einem Gruppenprozess, bei dem alle mitzureden haben. Und das Wort „alle“ bezieht sich auf Führungskräfte, Angestellte und Kunden gleichermaßen – ein Chor von Stimmen aus einer Welt großer Vielfalt.

Die Methodik

Dreh- und Angelpunkt der Worldwork-Führungskunst ist ihre Methodik, die auf die Veränderung unserer gewohnten Einstellung abzielt, mit der wir Situationen einschätzen, analysieren und beeinflussen. Die Aufmerksamkeit kann wie der Kegel eines Scheinwerfers auf ein bestimmtes Gebiet oder Problem gerichtet werden. Doch die von diesem Lichtstrahl nicht erfassten Gebiete bleiben im Dunkeln. Unsere Einstellung färbt unsere Wahrnehmung der Welt, unserer Organisation und unserer Teams. Sowohl Vision als auch Strategie hängen in der zweiten Globalisierung von der Fähigkeit der Führungskräfte ab, ihre Aufmerksamkeit neu auszurichten. Dies ist der entscheidende Schritt hin zu einem Denken „außerhalb der Schublade“. Worldwork verfügt über exakt reproduzierbare Werkzeuge zum Aufzeigen von „Schubladendenken“ und zur Fokussierung auf neu entstehende Muster, die sich „außerhalb der Schublade“ befinden.

Quanten-Zusammenarbeit verwandelt das übliche hierarchisch gegliederte Weltsystem, in dem Führung die Arbeit durchdringt und das Leben als „Freizeitbeschäftigung“ gilt, in ineinandergreifende Parallelwelten. Sie vermittelt neue soft skills, die helfen, mit diesen Parallelwelten als integriertem Ganzem umzugehen. In der Vergangenheit hatten wir stets zu viel Arbeit, um Zeit zum Leben zu haben und kämpften darum, beides miteinander in Einklang zu bringen. Quanten-Zusammenarbeit zeigt, dass jede dieser Welten ständig präsent ist – und dass sie einander tatsächlich bereichern und stärken.